
Starks kehren mit der Bronzemedaille nach Bernlohe zurück
Der Verein Adler Soden richtete diese Deutsche Meisterschaft in der Nähe von Aschaffenburg aus. Die Stadt Sulzbach hat sich mächtig ins Zeug gelegt, denn in den zurückliegenden Ferien hat die Halle einen neuen Boden bekommen. Das haben die Kunstradfahrer dann auch zu spüren bekommen, denn die ersten Eindrücke waren nicht so wirklich gut. Der Boden verzieh keine Fehlbelastungen, die auf anderen Böden noch ausgeglichen werden konnten. Das bekamen allerdings in erster Linie 1er Kunstradfahrer zu spüren. Unser 2er mit Alexander und Daniel Stark hatte da eher weniger Probleme und die, die noch da waren konnten durch ein wenig Training beseitigt werden. Nach der Trainingssession am Freitagabend waren dann auch kaum noch Sportler da, die klagten.
Unser 2er mit den Gebrüdern Stark zeigte sich in dem kleinen, noch verbliebenen Feld von sieben Paaren in der offenen Klasse in vielen Elementen verstärkt, im Vergleich zu den vergangenen Mastersqualifikationen. Aber die verletzungsbedingt ausgefallenen Trainingsstunden sind immer noch nicht ausreichend kompensiert. Im Vorlauf ging es für unsere Sportler darum unter die besten 4 Paare zu kommen, die dann im Finale um die Medaillen kämpfen würden, was denn dann auch gelang. Und es sah gut aus 30 s vor Schluss der Zeitbegrenzung. Die letzte Übung hatte ja in den letzten Masters für Probleme gesorgt. Es handelte sich um die 2-fache Lenkerstanddrehung auf Einzelrädern nebeneinander. Dabei müssen die Sportler sich am Ende der Übung greifen und noch 2 m gegriffen fahren. Fehlen diese 2 m werden 10% des Übungswertes abgezogen. Schaffen sie nicht mehr sich zu greifen innerhalb der Zeit, werden 50% abgezogen. Hinzu kommen natürlich die üblichen Abzüge für Unsicherheiten und Haltungsfehler. Diese Übung ist die wertvollste Übung der Geschwister. Eine Drehung misslang, führte aber nicht zum Sturz, sondern konnte akrobatisch ausgeglichen werden. Damit waren die beiden Starks aber auch weit auseinandergetrieben worden, ein Zusammenkommen nicht mehr möglich. Also haben sie einzeln die Übung zu ende gebracht und versucht bis zum Gong, der das Zeitende der Kür kennzeichnet auf dem Rad zu bleiben, was aber auch nicht vollständig gelang. Dennoch Platz 3 und damit ab ins Finale am Abend Die Reise zur WM nach Bremen ist damit auch gesichert, wenn auch nur als Reserve die in der Regel nicht zum Einsatz kommt.
Das Finale – Die Medaillenentscheidung
Nachdem sich die WM-Teilnehmer Kreuzmann – Stapf gleich am Anfang die schlechteste Kür der Saison leisteten, war die Tür zu einer Medaille sperrangelweit offen. Dann überbot das Paar Brandl – Steger aber seine bisherige Bestleistung, was für unser anschließend startendes Paar zumindest eine Saisonbestleistung erfordert hätte. Die Saisonbestleistung schafften Alexander und Daniel Stark tatsächlich, das reichte aber nur für einen Platz hinter den Schleißheimern. Rödiger – Styber verteidigten dann souverän den ersten Platz. Der TSV Bernlohe hat durch die Geschwister Stark aber immerhin noch die Bronzemedaille gewonnen. In dieser Klasse ihr bestes Ergebnis.
Autor Volkmar Zint
