
Neue Beitragsstruktur und Digitalisierung
Schwinn skizzierte die Einführung des neuen Beitragssystems, das auf einer Klausurtagung des Bundesvorstands 2022 in Tauberbischofsheim beschlossen wurde. Der von Vizepräsident Finanzen Denis Mayer erarbeitete Vorschlag wurde an die Landesverbände und Vereine versandt, rund 50 Rückmeldungen flossen in die finale Fassung ein. Präsidium und Bundesvorstand, in dem auch die Landesvorsitzenden Sitz und Stimme haben, haben die finale Fassung anschließend mit Wirksamkeit ab 2025 beschlossen.
Parallel dazu startete unter Federführung von Vizepräsident Tobias Köck und Geschäftsführer Jörg Lampe die Digitalisierung der Mitgliederverwaltung. Hierfür konnten Mittel aus dem Digitalisierungsfonds Rheinland-Pfalz akquiriert werden.
Schwinn räumte ein, dass es bei der Einführung der Beitragsumstellung und -erhöhung, ebenso wie für die Mitgliederverwaltung zu Problemen kam und entschuldigte sich für fehlerhafte Abrechnungen und Mitgliederdaten und die daraus entstanden Mehraufwände bei den Vereinen und beim Landesverband.
Sportförderung
Die Mitgliedsbeiträge seien eine wesentliche Grundlage für die Sportförderung, betonte Schwinn. Damit konnten u. a. etwa die Teilnahme von Soli-Sportlerinnen und -Sportlern an den World Games in Griechenland finanziell unterstützt werden. Kein Verständnis habe er daher für Mitglieder, die nicht alle Mitglieder melden würden oder den Aktivitätsbeitrag nicht leisten wollten.
Neue Sportart Inlineskaten
Neu unter dem Dach des RKB ist die Sportart Inlinehockey. Aufgrund einer Unzufriedenheit mit dem vorherigen Verband wollte die Sportart den Verband wechseln und wurde vom RKB aufgenommen. Damit könnte sich in dieser Sportart der RKB als Spitzensportfachverband mit einer insgesamt verbesserten Sportförderung etablieren. Ein entsprechender Antrag wurde lt. Schwinn vom RKB beim DOSB gestellt. Die Sportart Inlinehockey hat derzeit kein Interesse an einer Kooperation mit dem Drive.
Lob für den Landesverband Bayern
Besonders hob Schwinn die vorbildliche Verbands- und Nachwuchsarbeit des größten Landesverbands im RKB hervor, der im Hallenradsport regelmäßig Spitzenleistungen erzielt.
Kooperation mit dem BDR/GC
Etwas frustriert äußerte er sich bezüglich der Umsetzung des bestehenden Kooperationsvertrags mit dem BDR/GC in der Praxis, der vor 50 Jahre (1981) erstmals geschlossen und eine gemeinsame Ausrichtung von Wettbewerben im Hallenradsprot mit gleichberechtigter Teilnahme von Sportler aus beiden Verbände, was zuvor nicht möglich war. Insbesondere auf nationalen Ebene gestalte sich die Zusammenarbeit schwieriger und zunehmend für die Radsportleitung unbefriedigender.
Um die Zusammenarbeit zu verbessern und die heutigen Themen für die Praxis besser zu regeln wurde eine zeitgemäße Fortschreibung/ Erneuerung des Kooperationsvertrag seitens des RKB Deutschlandpräsidiums seit 2020 angestrengt, auch um die Zukunft des Hallenradsports mit seinen strukturellen Herausforderungen zu gestalten und zu sichern. Dies ist derzeit ins Stocken geraten. Gespräch und Vermittlungsinitiativen mit dem BDR/GC-Präsidenten Rudolf Scharping brachten zwar keinen Durchbruch, ermöglichten aber wieder positive Gespräche.
Es besteht aus heutiger Sicht auch für 2026 weiterhin ein gültiger Kooperationsvertag, der einen gemeinsamen Hallenradsport ermöglicht, so der Präsident.
Soli Akademie
Mit der Soli Akademie würde Trainingshilfen für auch für Breite und international bereit gestellt, was Bundestrainerin Caro Seitz noch etwas ergänzend ausführte.
Diskussionen und Kritik
Die Themen Beitragsstruktur, Beitragserhöhung und digitale Mitgliederverwaltung führten zu einer lebhaften Debatte. Vertreter aus Bayern kritisierten mangelnde Kommunikation, fehlende Transparenz und fehlerhafte Beitragsabrechnungen und Mitgliederverwaltung. Vizepräsident Köck räumte ein, dass mit der Änderung der Beitragsstruktur, der Beitragserhöhung und der Digitalisierung der Mitgliederversammlung auf einmal man sich wohl zu viel vorgenommen habe und gelobte Besserung. Ende 2025 werde die Beitragsabrechnung korrigert und transparenter dargestellt.
Unterschiedliche Perspektiven zur BDR/GC-Kooperation
Ein differenzierteres Bild wurde von Vereinen und Mitglieder des Bayerntags ergänzend zu den Ausführungen von Präsident Schwinn bezüglich der Kooperation mit dem BDR/GS gezeichnet. Kommissärsobfrau Doris Niedermeier berichtet von einer durchweg sehr kooperativen und guten Zusammenarbeit bei der Kommissärsausbildung, wie auch bei der Kommissärseinteilung auf Landes- und Bundesebene, ebenso wie auf der sportlichen Ebene. Auch die Zusammenarbeit der Kunstradfachwart auf Landesebene wurde als sehr gut bezeichnet. Leiter Öffentlichkeitsarbeit Hubert Dandl berichtet, dass die Zusammenarbeit und das Miteinander der Sporlter einschließlich Trainer wie auch im Nationalkader mit den Nationaltrainer und bei der Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit Veranstaltungen sehr gut funktioniere. Dagegen wünschte sich Fachwart für Radball, Hans Schäfer eine verbesserte Kooperation, insbesondere bei der gemeinsamen Ausbildung von Schiedsrichter.
